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Neu und grottig in Leipzig

Grotten Neighbours im Leipziger Osten: Eine Praxis wird eröffnet und ein Stadtteil neu beschrieben:

Angergrottendorf

Geschrieben fast wie gesagt, aber auf jeden Fall gewagt. So ganz grottig ist es in Anger-Crottendorf nämlich nicht.

via openPR.de – Pressemitteilung – Psychotherapeutische Praxis – Ulrike Kunadt – Neue Psychotherapeutische Praxis für Kinder- und Jugendliche öffnet in Leipzig seine Türen. Wem seine Türen?

Ich würde ja auch mal Eiskunstlauf gucken…

…aber da kommt man ja nicht an dieser Katarina Witt vorbei. Und die spricht leider wie Verona Poth und Walter Ulbricht auf einmal. Und davon zu viel.

Das ist zu viel.

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Dümmer geht immer

Die vollständige und sofortige Infantilisierung des Wählers ist unser Ziel.

Die vollständige und sofortige Infantilisierung des Wählers ist ihr Ziel.

Was denken sich…, ach nein, anders: Welche Zielgruppe sprechen eigentlich die, es will mir nicht aus der Tastatur, also die, ich muss es erzwingen, die “Schöpfer” der folgenden Plakate zur Landtagswahl in Sachsen an? Die fast vollkommen Infantilisierten? Die notorischen Glatzenküsser? Die Zwangsduzer und Unaufgeweckten?

Aber zusammen sind sie dann schon fast wieder lustig. Ich weiß jetzt, was das deutsche Substantiv “Plakat” mit dem auf der Formseite so ähnlichen tschechischen Verb “plakat” zu tun haben könnte:

Das tschechische “plakat” heißt auf deutsch: “weinen”. Und “Wegen dir” heißt auf sächsisch “dirweeschn”. Auf hochdeutsch in Schriftform “deinetwegen”. So viel Zeit muss sein.

Frühstück zu zweit

Es gibt Dinge, die kann man seiner Liebsten nur auf Sächsisch sagen, jedenfalls, wenn man am Frühstückstisch schon reimen möchte:

“Noch e Brejdschn, mei Mejdschn?”

Nichtverkaufsgespräch

Beim Bäcker.

Kundin: Hamse auch was mit Mohn?

Verkäuferin: Nee. Mohn hammer nich. Mir sin schon dumm genuch.

Ich liebe die sächsische Mundart, vor allem, weil meine Oma diese Story wie folgt kommentierte:

Großmutter: Das war awwer ne Plebeescherin.

Da musste ich auch erst einmal überlegen, was sie meint.

Das Orakel von Delitzsch

Was so erst in den Karten und dann in der Zeitung steht:

“Merkeline” wird wiedergewählt, Obama macht sich viele Feinde und nach der Finanzkrise geht es wirtschaftlich langsam wieder bergauf: Das sagen die Karten von Birgit Vildebrand für 2009. Die Wahrsagerin ist nach eigener Aussage die erste Hellseherin, die sich nach dem Ende der DDR im Osten Deutschlands beruflich selbstständig machte – als “Orakel von Delitzsch”.

via Merkel, Obama und die Liebe: Fälle für das “Orakel von Delitzsch” – Aktuell – LVZ-Online.

Aber “Merkeline” ist gut. Und das noch so richtig sächsisch ausgesprochen – ein ausgesprochenes Vergnügen.