Dieser junge Mann…
Das war ein Freitag, der 13., wie er im Buche steht: Die britische Zeitung „The Daily Mirror“ hatte ein Partybild gekauft, dass Daniel Radcliffe, Schwarm von Millionen Teenagern beiderlei Geschlechts und deren Müttern und Großmüttern zeigt, und das ausgerechnet mit einem Joint im mit aufgemalten Bart versehenen Gesicht. Daniel Radcliffe, der Darsteller des „Harry Potter“, der allenfalls alkoholfreies Butterbier trinkt und Dianthuskraut nur zum Doping im Notfall schluckt, soll unsolide geworden sein? Können Eltern ihren Kindern noch erlauben, „Harry Potter“ zu gucken? Auch Bild.de spekuliert:
Was würde Professor Albus Dumbledore dazu sagen?
Diese Fragen trieben die Welt heute um, und die Antwort, die wir am Ende des Tages geben können, ist: Ja und Nein. Ja, man kann weiter „Harry Potter“ gucken, ohne fürchten zu müssen, mit einem Cent seines Kinokarteneintrittspreises den Drogengebrauch des Haupt- und Heldendarstellers mitzufinanzieren. Nein, denn unsolide ist allenfalls „The Daily Mirror“, nicht geworden, nein, das auch wieder nicht. Die Sprecherin von Daniel Radcliffe teilte heute mit, dass das Foto von der Party im Oktober zwar echt sei, es sich aber nur um eine „gelegentliche“ selbst gedrehte Zigarette handelte. Daniel Radcliffe raucht also, gelegentlich. Dafür wird ihn demnächst nur die Nichtraucherbewegung verdammen. Dem kann man gelassen entgegensehen – die Macher von „Harry Potter“ haben schon ganz andere überzeugt.


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