Erst der Papst, jetzt die Ärzte. Unter ihrer Würde machen sie es nicht. Die Krankenkassen wollen sparen, die Ärzte müssen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung vertritt ihren Berufsstand mit großen Worten: “…ein Angriff auf die Würde eines ganzen Berufsstandes…”, so ihr Vorstand unter anderem.
Es ist richtig, dass Ärztevertreter für Ärzte streiten. Es ist richtig, dass es für gute Arbeit gutes Geld geben muss. Aber lasst doch mal der Würde die Würde oder die Kirche im Dorf! Wenn jeder immer, wenn es an die Kohle geht, nach Würde ruft, ist die Würde eines jeden bald verwaschen, verbraucht, nichts mehr wert und geht unter wie der Konjunktiv. Immer gleich verbal die Würde loszulassen, ist würdelos und erinnert fatal an den Papst, der noch dazu gar keine Berufsvertretung hat.
Zum Bild: Die Bearbeitung war gar nicht nötig. Das Angebot solcher Geschenkartikel ist schon ein Beleg, dass die Würde des Arztes gefährdet ist. Das und noch mehr kann einem jeder Patient jederzeit schenken. Arme Ärzte.








