Schlagwort-Archive: Familie

Generation Ritalin

Heute zwei Halbwüchsige belauscht. Sie sprachen von einem dritten.
Der erste: Hast du gehört, der X hat 50 % ADHS, Alter?
Der zweite: Äh, was?
Der erste: ADHS. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
Der zweite: Isn das?
Der erste: Der braucht Aufmerksamkeit.
Der zweite: Krass!

Herbstputzige Liebesbewährungsprobe

Eigentlich wollte ich das Wochenende nutzen, um meiner Begeisterung über die Bundesregierung Ausdruck zu geben, die in ihrer grenzenlosen Güte und unnachahmlichen Kulanz den Hartz-IV-Regelsatz um ganze 5 € erhöht hat, und das pro Person und Monat. Dankesbezeigungen der Beschenkten werden ihr sicher sein im ganzen Land. Nur Seehofer ist schlimmer, dem ist selbst das zu viel.
Beim Schreiben der Suada wollte ich gute Musik aus meiner iTunes-Bibliothek hören – selbstverständlich führt ein Kabel die Wohllaute in die Stereoanlage.
Ich wollte, aber es sollte nicht sein. Meine Liebste, der ich diese Bezeichnung nur aus gewohnter Langmut zubilligen kann, hatte nämlich Herbstputztag. Ein Weiterlesen

Zur Frau gemacht..

…wurde das CDU-Fräuleinwunder Familienministerin Kristina Schröder, geborene Köhler am Samstag auch kirchlich in Wiesbaden. Die Fachpresse berichtet kontrovers: Sie hätte, wie die “Welt” berichtet, creme getragen. Die Journalisten der “Welt” müssen aber auf einer anderen Feier gewesen sein als die von “Bild”, denn “Bild” schreibt: Sie tat es ganz in weiß. Beide Blätter belegen es mit demselben Foto. Schieben wir es auf den Schnee, da wäre es gut möglich gewesen, dass die Bundesfamilienministerin weiterhin wenig sichtbar gewesen wäre. Eines ist natürlich jetzt klar: Nun wird niemand mehr an ihrer Kompetenz zweifeln.

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Wofür kriegen die ARGEn eigentlich Geld?

“Die Bundesagentur für Arbeit arbeitet an der größten Geld-Zurück-Aktion in ihrer Geschichte”

sagt der Bremer Sozialwissenschaftler Paul Schröder.

Hintergrund: Die ARGEn haben im Januar zu viel ausgezahlt, weil sie nicht in der Lage waren, die zum Januar in Kraft getretene Kindergelderhöhung in den Bescheiden vom Dezember zu berücksichtigen oder in den aktuellen Überweisungen zu verrechnen. Hartz-IV-Kindern wird nämlich das erhöhte Kindergeld wieder vom Regelsatz abgezogen, denn mehr Kindergeld brauchen nur Kinder, deren Eltern in Arbeit sind bzw. eine Arbeit haben, die mehr einbringt als Hartz-IV-Niveau. Wer zuviel bekommen hat, muss zurückzahlen. Wer das Geld aus Versehen schon ausgegeben hat, für den gilt: Pech gehabt. Das Amt zieht es von den nächsten Zahlungen ab.

Und was man gar nicht nachrechnen möchte, ist, wieviel diese Fehlleistung kostet. Rechnen wir mal vorsichtig mit mehreren hunderttausend Haushalten, oder, im Beamtensprech: Bedarfsgemeinschaften. Von dem jetzt zusätzlich auszugebenden Geld wäre für jedes Kind aus einer Hartz-IV-abhängigen Familie auf jeden Fall ein kleines Weihnachtsgeschenk möglich gewesen. Aber das sehen die Gesetze nicht vor.

via Kindergeld: Viele Hartz-IV-Empfänger müssen Geld zurückzahlen – Politik – Deutschland – Handelsblatt.com.

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Alles Schlampen außer Mutti…

…findet auch der Bremer FDP-Mann Oliver Möllenstedt und ist deshalb gegen die Erhöhung des Hartz-4-Satzes, mit der Frauen für sich Verhütungsmittel kaufen könnten. Frauenkenner Möllenstedt dazu:

„Eine Erhöhung des Regelsatzes werden die Empfängerinnen eher in den nächsten Schnapsladen tragen, als diesen in Vorsorge und selbstbestimmte Familienplanung zu investieren.“

Markig, Herr Möllenstedt! Sie wissen, wie die Schlampen ticken! Solche Männer braucht das Land!

Unbestätigten Informationen zufolge hat die Bremer FDP-Fraktion bei Pharmaunternehmen angefragt, ob es auch eine “Pille-31-Jahre-danach” gibt.

Bild, via gegen-hartz.de

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Mittagsruhe!

In einer Dresdner städtischen Kindertagesstätte herrschte bis vor kurzem Ordnung. Und wenn Mittagsruhe war, war Mittagsruhe. Und wenn die Bälger nicht schlafen wollten, wurde man dem ein bisschen nachgeholfen, und wenn man sie ans Bett fesseln musste. “Fixieren” heißt das im Pflegejargon, für Erzieher sollte es ein Fremdwort sein. In der Kita in der Lohmener Straße wurden die Kinder also mit Windeln zur Mittagsruhe in ihren Betten festgemacht. Und es war Mittagsruhe.

Bei einer Kontrolle just zur Mittagsruhe fiel das auf. Als unvermeidliche Konsequenz wurden die verantwortlichen Erzieherinnen entlassen. So weit, so schlecht. Jetzt demonstrieren die Eltern für die Wiedereinstellung der Erzieherinnen: Die Kleinen waren schließlich so gut in den Kita-Alltag eingebunden und sollen sich weiter wie zu Hause fühlen.

SZ-Online, via Stefanolix

P. S. Es ist zu überlegen, ob man nicht ein Sachsen-Kita-Horror-Themenblog eröffnen sollte. Stoff gibt es reichlich.

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