Schlagwort-Archive: Energie

Erschütternd

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview mit der Zeit auf die Frage nach dem Unerwarteten an der Reaktorkatastrophe in Fukushima:

Merkel: Ich habe persönlich nicht erwartet, dass das, was ich für mich bis dahin als ein theoretisches und nur deshalb verantwortbares Restrisiko gesehen hatte, Realität wird – und zwar in einem Hochtechnologieland wie Japan.

Und gleich danach spricht sie davon, dass Japan erschüttert worden sei und meint damit nicht das Beben.

Das ist alles wirklich erschütternd.

Ganzes Interview: Bundeskanzlerin Merkel: Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit vernünftig zusammenbringen.

Atomkraft und mehr strahlende Kinder

Wenn sich die vermeintlichen Standortvorteile von Atomkraftwerken am Meer dann doch als Nachteile herausstellen und es zur Katastrophe kommt, sind die Regierungen zum Handeln gezwungen. Die japanische Regierung lebt es uns vor: Mit einem Handstreich, der nur als genial zu bezeichnen ist, wurde die Gefährdung für die in der Fukushima-Region lebenden Kinder beseitigt. Wie man das schafft, während die Fukushima-Arbeiter verzweifelt versuchen, die radioaktive Strahlung im Kraftwerk zu behalten und eine schlechte Nachricht die andere jagt? Ganz einfach: Die Regierung Japans hat die japanischen Kinder einfach resistenter gemacht, indem sie den Grenzwert erhöht hat.

Für Kinder in Japan gilt jetzt der gleiche Strahlengrenzwert wie für deutsche AKW-Mitarbeiter.

Genial!

via Spiegel Online: Fukushima-Katastrophe: Japan erhöht Strahlengrenzwert für Kinder

Atomkraft am Meer oder: Das bayerische Abitur ist das beste

Dass das bayerische Abitur das beste sei, davon sind vor allem Bayern überzeugt. Einen Beweis tritt das SZ-Magazin an, das eine bayerische Abituraufgabe von 2010 veröffentlicht:

Im Rahmen des Ausbaus der Energieerzeugung aus Kernkraft wurde beschlossen, die japanischen Kernkraftwerke an den Küsten, jedoch in Entfernung zu den großen Verdichtungsräumen zu errichten. Begründen Sie diese Entscheidung und stellen Sie positive Effekte für die Entwicklung der räumlichen Strukturen an diesen Standorten dar!

Einige Antworten samt Musterlösung des Bayerischen Kultusministeriums stehen da: “Das Meer ist eine einfache Methode zur Abfallentsorgung”

Die sind einfach auf der Höhe der Zeit, die Bayern.

Zum Thema…

möglichen Geschlechtsverkehrs mit dem Bundespräsidenten schreibt auch die Süddeutsche, was schon bei Spiegel Online steht.

Dass das Thema ein heikles ist, zeigt auch die auf der SZ-Seite eingeblendete kontextsensitive Google-Werbung:

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Herzinfarkt Vorwarnung
Einer von Dreien stirbt, bevor er ins Krankenhaus kommt.
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Christian Wulff
Ein guter Bundespräsident? Jetzt abstimmen!
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Vor allem die Abstimmung macht gespannt.

Ins Bett mit dem Bundespräsidenten

Nie war das Amt des Bundespräsidenten so attraktiv wie heute: Charlotte Roche 2007. Foto: Markus Hammes, Quelle: WikipediaCharlotte Roche, Moderatorin, Schriftstellerin und Atomkraftgegnerin hat eine originelle Idee: Sie appelliert an den Bundespräsidenten, das Laufzeitverlängerungsgesetz nicht zu unterzeichnen und bietet dafür an,

mit ihm ins Bett zu gehen, wenn er es nicht unterschreibt.

Charlotte Roche hätte auch schon die Zustimmung ihres Mannes, so Der Spiegel. Man müsste nur noch die der Bundespräsidentengattin einholen. Charlotte Roche hat auch Weiterlesen

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Schreibt der Browser. Der Fehler war: Gemeint ist “www.kernenergie.de”, also die Seite der Atomlobby, die vorgestern so aussah: Möglicherweise will n-tv auch nicht auf die Atomlobbyseite verlinken.

via Atomforum “not amused”: kernenergie.de gehackt, via Fefe