Schlagwort-Archive: Datenschutz

Als der Rechtsausleger Hans-Peter Uhl …

…von sich gab, die Befürworter der Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung hätten „ein falsches Verständnis von Freiheit”, habe ich sofort unterschrieben. Ein größeres Kompliment hätte er den Initiatoren nicht machen können – oder: Wer will schon mit Hans-Peter Uhl das Verständnis von Freiheit teilen?

Schlecker, mal wieder, aber diesmal sehr transparent

150.000 Kundendaten von Schlecker waren bis gestern frei über das Internet zugänglich, oder, wie Schlecker sagt, “gespeichert und vertraulich behandelt” worden. Das ist Vertraulichkeit einmal anders herum – bislang hatte man bei der Zusicherung gehofft, dem Datenspeicherer vertrauen zu können.

Schlecker lehrt uns, Weiterlesen

Das Schöne an Google Street View…

…ist, dass Deutschlands Politiker plötzlich das Recht auf Privatsphäre wiederentdecken. Dieselben, die in den letzten Jahren die Privatsphäre der Bürger mehr und mehr eingeschränkt haben und am liebsten noch mehr einschränken wollen – man denke bloß an öffentliche Videoüberwachung, Nacktscanner, Weiterlesen

Der kleine Unterschied

Gerade wurde hier die FDP dafür kritisiert, dass sie in dieser immer widerlicher agierenden Regierungskoalition höchstens durch Umfallen auffällt. Jetzt meldet sich doch mal ein FDP-Mann zu Wort:

Laut “Handelsblatt” will Wirtschaftsminister Brüderle die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten einstellen – zumindest vorübergehend. (SpOn)

“Wir müssen verschärft über ein Moratorium nachdenken”, sagte Brüderle dem Handelsblatt.

Verschärft Weiterlesen

Feine Leute bleiben lieber unter sich

Der Philosophenweg 25 in Kassel ist eine feine Adresse. Deshalb pfeift der Vermieter nicht nur auf Datenschutz und erzählt gleich mal interessante Details über eine eben ausgezogene Mieterin: Sauber sei sie, ruhig, eben verwitwet, aber sie kann nicht renovieren und ist etwas knapp bei Kasse. Gut, dass sie auszieht, denn es ist ein feines Haus, und darum kommt auch nicht jeder hinein:

Die Mieterstruktur ist im oberen Bereich zu bewerten, daher verzichtet der Vermieter auf Mieter aus unteren Sozialen Schichten.

Der Anzeigetext auf Immowelt.de, wo sich offenbar jeder nach Kräften blamieren darf, strotzt nur so vor Fehlern. Als zur Bildungselite gehörig hat sich der Autor nicht geoutet. Im Gegenteil, es klingt, als hätte er den Hauptschulabschluss von Papa zum 20. geschenkt bekommen. Außer grundlegenden Schreibkenntnissen fehlt ihm auch jeder Ansatz von Scham: Erst schreibt er, die Juni-Miete würde von der Vormieterin bezahlt, dann, der Juni wäre mietfrei. Mit solchen Leuten möchte man keine Geschäfte machen. Aber man möchte ihnen mal sagen, was man von ihnen hält: Nichts. Absolut nichts.

via Tom, der es bei Klaus Baum gefunden hat.

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Oops! Google sammelte aus Versehen zuviel.

Das kann doch praktisch jedem einmal passieren, dass man beim Fotografieren von Straßen auch die Datenpakete von angrenzenden WLANs mit einsammelt! Das ist gewissermaßen Sammlerpech. Ein Softwarefehler – einem aufstrebenden, sympathischen und jungen Unternehmen wie Google sieht man das nach. Google hat sich jetzt sogar dafür entschuldigt. Diese Entschuldigung nehmen wir doch gern an. Das kann schließlich jedem mal passieren. Und dass man vorher sagt, es wäre nie passiert, was nicht passieren durfte, ist selbst Bischöfen und anderen moralischen Autoritäten nicht fremd.

Und falls Sie vergessen haben, wo Sie voriges Jahr gesurft sind – fragen Sie einfach Google!

via Spiegel Online: Google gesteht Datenpanne bei Street View

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