Die Gattin des Bundespräsidenten steht im Verdacht, dass sie sich unter, ähem, besonderen Bedingungen einen fahrbaren Untersatz hat unterschieben lassen. Das berichteten verschiedene Medien. Nun gibt es ja verschiedene Arten, mit Kritik umzugehen, sei die Kritik berechtigt oder nicht. Die Präsidentengattin wählt die unsympathischste Art: Sie lässt verbieten. Künftig dürfen die “Berliner Zeitung” und die “Frankfurter Rundschau” nicht mehr schreiben, Bettina Wulff wäre schon vor Markteinführung monatelang kostenlos einen Filzgleiter Audi Q 3 gefahren.
Andere Leute hätten gesagt: Unwahr. In Wirklichkeit war es so. Andere Leute hätten eine Richtigstellung verlangt, notfalls mit anwaltlicher Hilfe. Und ganz andere Leute hätten sich gar nicht erst in so sumpfige Gefilde begeben, aus denen man nur mit schmutziger Wäsche herauskommt, die dann eine Wäsche erfordert. Das Verbot ist darum eine echte Sumpfblüte. Peinlich. Wulffen im Quadrat.
Wer weiß, was demnächst ge- oder verboten wird in diesem Präsidialtheater. Vielleicht darf man künftig im Zusammenhang mit dem glaesekern Bonuspräsidenten überhaupt nicht mehr das Wort Sumpf, Filz, Auto oder Urlaub verwenden.
Doch gleich, was geboten wird: Bei diesen Darstellern wird es ein Trauerspiel bleiben.





