Archiv der Kategorie: Fehlbildungen

Plant Bundesregierung Stromsonderabgabe für Fitnessstudios?

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kündigt an, sie wolle die durch die mit der EEG-Umlage steigenden Stromkosten entstehenden

“Belastungen auf breitere Schultern verteilen”.

Das kann ja nur heißen, dass Fitnessstudios künftig eine Extraabgabe zahlen müssen, denn wo sonst gibt es so viele und so breite Schultern?

via Bundesregierung | “Belastungen auf breitere Schultern verteilen”.

P. S. In Wirklichkeit heißt es natürlich das:

Zeter und Morderator

Jörg Kachelmanns Anwalt hat dafür gesorgt, dass die in der feministischen “Bild” schreibende Alice Schwarzer nicht mehr in der immer feministischeren “Bild”-Zeitung schreiben kann. Für die feministischste “Bild”, die es je gab, hatte Schwarzer nämlich über den Prozess gegen den Wettermann und Moderator aus feministischster, also Weiterlesen

Letztes Versprechen

Gerade komme ich von einer Beerdigung, bei der sich der Pfarrer zwischen “der Verschiedenen” und “der Entschlafenen” verhaspelte und gerade noch bei “der Verschla” die Kurve kriegte.

Das dürfte unter Pfarrern und Grabrednern wohl der Klassiker sein.

Die Verstorbene hätte darüber auch gelacht, so wie ich sie kannte.

Banausen

Da prangt es schmerzhaft in des Ästheten Auge, diesmal vom Titel des aktuellen Weltbildkatalogs:

Und der Ästhet denkt bei sich: “Aktuellst? Aktueller als aktuell? Was soll das sein? Ein kleiner Schreibfehler, kann im Stress passieren.” Es sollte nicht passieren, denn wer mit Duden handelt, sitzt gewissermaßen im orthografischen Glashaus. Weiterlesen

Wie wert’ ich “wertig”?

Vor kurzem las ich das Wörtchen “wertig”. Der Urheber hatte kein besseres Gegenstück zu “billig” gefunden. Das kann man billigen oder nicht, in der Regel ist das Antonym zu “billig” “teuer”, “wertvoll” oder “edel”, ganz nach Gusto und Bedeutung. Notfalls tut es auch das gute alte Adjektiv “gut”. Außerhalb der Chemie oder Lebensmittelkunde handelt es sich bei “wertig” um ein Wörtchen für’s Örtchen, also um einen Griff ins Sprachklo. “Wertig” Weiterlesen

Welcher Ochs, welcher Esel…

…hat eigentlich das Wort “wertig” in die deutsche Sprache eingeführt, um nicht von “edel”, “gut” oder “teuer” sprechen zu müssen? Lese ich “wertig”, werd’ ich wütig, und gern würd’ ich diesem unwürdigen werten Rindvieh mal persönlich meine mangelnde Wertschätzung zum Ausdruck bringen, indem ich ihm, rein symbolisch natürlich, in den Allerwertesten treten würde, dem dieses unwerte Wort entfleucht sein muss.