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Da haben sich wirklich zwei gesucht und gefunden: Bundespräsident, guter Kunde der BW-Bank, Freund von Freunden mit Frauen mit Geld und inzwischen auch bekannter Vielflieger Wulff lässt sich in delikaten Fragen von Rechtsanwalt Lehr vertreten. Delikate Fragen sind bei Wulff alle Fragen, die Pressevertreter in Bezug auf Dinge stellen, die Wulffs unangenehm werden können. Z. B. Bonusmeilen. Der Presseanwalt erhält eine Anfrage, ob sich die Wulffs im Urlaub ein paar Meilen mehr gegönnt haben bzw. wie die Bonusmeilen erworben worden waren, mit denen die Familie ein Upgrade auf einem Urlaubsflug von Economy- auf Business-Class bezahlt hatte. Erste Antwort des kongenialen Anwalts: Es gab keine Umbuchung. Ertappt, korrigiert er später: Herr Wulff bezahlt seit den 80er Jahren alle privaten Dinge mit seiner privaten Lufthansa-Kreditkarte. Daher kommen auch die vielen Meilen.
Dumm nur, dass es erst seit 1993 das Lufthansa-Miles&More-Programm gibt und die dazugehörige Kreditkarte gar erst seit 1999. War Wulff schon immer ein Mann mit Zukunft? Ein vom Schicksal Begünstigter, der schon heute die Boni von morgen kassiert? Kaum. Inzwischen sagt der Anwalt: Christian Wulff hat dazu seine privat erworbenen Meilen benutzt. Das soll erst einmal jemand widerlegen.
Das ist kongenial wulffsche Taktik: Zugeben, was nicht mehr abzustreiten ist, ansonsten aussitzen und auf die Vergesslichkeit der anderen hoffen.
Es erinnert an einen Witzklassiker: Frau W. wird von Frau B. verklagt, einen geborgten Topf nicht zurückgegeben zu haben. Vom Richter zur Erklärung aufgefordert, erklärt Frau W.: “Erstens habe ich nie einen Topf von Frau B. geborgt. Zweitens hatte der Topf ein Loch, und drittens habe ich den Topf schon lange zurückgegeben.
Die Frage ist nur, warum der Bonuspräsident dafür einen Anwalt bezahlt. Vertrösten und verschleiern kann er selbst bestens.
via Spiegel Online: Neue Vorwürfe: Wulff soll Lufthansa-Upgrade aufklären







