Tagesarchiv: 4. Juli 2011

Was die Katze nicht kennt, frisst sie nicht oder: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Den Verlockungen der Werbung zu erliegen, kann den häuslichen Frieden gefährden. Ich erlag neulich und habe eine Großpackung Katzenfutter gekauft. Gutes, wie die Werbung versprach, und es war ein Sonderangebot. Und es war ein Fehler, denn meine Katze ist in ihren Fressgewohnheiten konservativ. Seit sie das neue Futter bekommen hat, also seit Sonnabend, hat sie nichts gefressen. Dazu ist sie jede halbe Stunde mit demonstrativ zunehmender Schwäche zum Futternapf erst geeilt, dann gelaufen und schließlich geschwankt, bis sie sich endlich nur noch schleppen konnte. Sichtbar abgenommen hat sie nicht dabei, dennoch war es eine Seelenqual, und hätte ich nicht arbeiten müssen, wäre ich gleich heute Morgen zum Futterkauf gegangen.
Jetzt ist aber alles wieder in Ordnung, das Kätzchen hat sein gewohntes Futter und frisst eben den ganzen Napf auf einmal leer. Vermutlich erbricht sie sich gleich, und zwar auf den Teppich. Ich werde es demütig beseitigen, Hauptsache, der Frieden ist wieder hergestellt.
Die einzige Frage ist, was ich mit dem ungeliebten Futter mache. Ins Müsli mischen? Vielleicht nicht die schlechteste Idee – ich selbst esse kein Müsli. Aber dann vielleicht die Katze.