Monatsarchiv: März 2011

Gemeinnutz vs. Umweltschutz

Dinge erlebt man: Ich habe eine Wohnung in Leipzig aufzulösen. Dabei sind auch einige Möbelstücke. Eigentlich kein Problem, denn in Leipzig gibt es den Möbelfundus, eine Einrichtung der Jariko gGmbH, wo gebrauchte Möbel als Spenden genommen und dann für wenig Geld an Arme verkauft werden. Die Mitarbeiter des Möbelfundus holen die Möbel sogar ab. Eigentlich. Das Problem ist, dass es in Leipzig seit dem 1. März eine Umweltzone gibt und der Möbelfundus mit alten Autos die Möbel abholt. Und die brauchen, um in Leipzig fahren zu dürfen, eine Ausnahmegenehmigung. Und die haben sie Mitte März noch nicht, weshalb sie so bald auch keine Möbel abholen können…
„Leipzig atmet auf” – mit diesem Slogan wirbt die Stadt für die Umweltzone. Wer gerade Möbel spenden wollte, hält die Luft an.
Und wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, könnte ich es nicht glauben.
Ach ja, die Caritas bietet einen ähnlichen Service an. Dort sind die Autos aber gerade alle kaputt. Also schmeiße ich die Möbel auf den Müll. Die Deponie liegt außerhalb der Umweltzone.

Gut, dass Röttgen nicht Außenminister ist

Heute traf sich die politische und Wirtschaftselite zum Benzingipfel. Passend zum Termin, dem Frauentag, blieben die Männer unter sich und berieten, wie man das Volk zurück an die Zapfsäule bringt. Fazit: Alle finden E10 jetzt super, und der Bundesumweltminister erklärt, warum: Wir wollen uns doch vom Ölimport unabhängig machen, denn Öl kaufen heißt Gaddafi finanzieren. Bar jeden Instinkts benutzt der Minister den gestrigsten aller gestrigen Diktatoren als Popanz für den Sprit, der die Zukunft sein soll. Anderswo wird ein Flugverbot über Libyen erwogen und Gaddafis Vermögen eingefroren, und Röttgen hält am Status Quo fest: Öl aus Libyen ist Kohle für Gaddafi.

Da hat wohl einer den einen oder anderen Schuss nicht gehört.

Kurzer Bericht von der Pro-Guttenberg-Demo in Leipzig

KTG – Kein Teilnehmer gekommen.

Guttenberg tritt zurück

Eines ist sicher: Der Anstand hat ihn nicht zu diesem Schritt getrieben. Der ist dieser Regierung nämlich schon lange abhanden gekommen.