Monatsarchiv: Dezember 2010

Stasi-Vergleich

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat sich jüngst einige Feinde gemacht, als er die gesammelten Depeschen der US-Diplomaten in aller Welt, die nicht zur Veröffentlichung auf WikiLeaks vorgesehen waren, mit der

Sammelwut, die früher Institutionen im Osten hatten – die Stasi dabei

verglichen hatte. So absurd war der Vergleich nicht, wenn man zum Beispiel diese Geschichte liest, in der Studenten an Universitäten in den USA aufgefordert werden, im Interesse ihrer Karrierechancen keine auf WikiLeaks veröffentlichten Dokumente zu lesen.

Das sind Methoden, die an die DDR erinnern. Und zwar deutlich.

Zu Hause!

Stoßseufzend und glücklich haben sich heute viele Bewohner von Leipzig und Umgebung auf ihr heimisches Sitzmöbel platziert. Auch der Autor dieses Blogs genießt die warme Katze auf dem Bauch und das Rinnen eines noch wärmeren Grogs in denselben. Bis zu diesem behaglichen Platz unter der Katze und um den Grog herum war es ein langer, wenn auch nicht allzu weiter Weg. Weiterlesen

Kaum geht man mal zehn Minuten vom Schreibtisch weg,

…legt sich auch schon die Katze auf die Tastatur. Und drückt aufs „i“.

Und das kommt dabei heraus:

Sie ist doch süß, die Kleine. Gut, dass ich bei Google das Suchprotokoll ausgeschaltet habe. Die würden mich doch glatt für blöde halten.

Gute Idee,

Herr Pizzolorusso! Sie haben

Stadtpläne mit ausgesprochen simpler Handhabung entworfen: Sie werden einfach zusammengeknüllt.

So einen Stadtplan kann man auch mal im Bus über den Gang werfen, und wenn die Stadtführung allzu lang wird, auch immer wieder.

Schlecht: Es gibt immer noch keinen Stadtplan,  der weihnachtsmarktfreie Zonen extra ausweist. Das wäre mal ein Beitrag für entspannte Stadtbummel auch im Dezember!

Letztes Versprechen

Gerade komme ich von einer Beerdigung, bei der sich der Pfarrer zwischen „der Verschiedenen“ und „der Entschlafenen“ verhaspelte und gerade noch bei „der Verschla“ die Kurve kriegte.

Das dürfte unter Pfarrern und Grabrednern wohl der Klassiker sein.

Die Verstorbene hätte darüber auch gelacht, so wie ich sie kannte.

Missglückte Anbahnung in Straßenbahn

Wenn man in oder in der Nähe von Leipzig wohnt, kommt es selten vor, dass man sich gegenseitig aus der Zeitung vorliest. Das liegt daran, dass es hierzulande nur zwei Zeitungen gibt, die BILD, die nur vorzubrüllen wäre, und die LVZ (Leipziger Volkszeitung), die zwar meist in ganzen Sätzen, aber nicht unbedingt vorlesetauglich schreibt. Gestern allerdings lieferte die LVZ einen Lesestoff, der zum Vorlesen im Freundeskreis reizte und zur allgemeinen und anhaltenden Erheiterung führte. Die Story: Am Freitag nächtens in der Straßenbahn greift eine angetrunkene Frau (50) auf Kontaktsuche verschiedenen Fahrgästen verschiedenen Geschlechts in den Schritt – oder muss man sagen: „in die Schritte“? Sie wollte Weiterlesen