Laut “Handelsblatt” will Wirtschaftsminister Brüderle die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten einstellen – zumindest vorübergehend. (SpOn)
“Wir müssen verschärft über ein Moratorium nachdenken”, sagte Brüderle dem Handelsblatt.
Verschärft nachdenken? Geschenkt. Interessant ist Brüderles Begründung. Während andere gegen ELENA klagen, weil die Superdatenbank mit dem schönen Namen ein Eingriff in die Freiheit der Bürger ist, hat der Bundeswirtschaftsminister andere Sorgen. Ihm geht es ums Geld und die Frage, ob ELENA tatsächlich den Mittelstand entlastet.
Genau das ist der Unterschied zwischen liberal und neoliberal. Seien wir großzügig und unterstellen dem Minister, dass er taktisch agiert. Um der Freiheit willen würde keiner bei der CDU auch nur die Hand bewegen. Wenn es ums Geld geht, immer. Deshalb wünschen wir Herrn Brüderle viel Erfolg und ELENA ewige Ruhe.
Zum Schluss noch drei Rätsel:
- Wer hat ELENA erfunden? Richtig: Rot-Grün. Damals hieß es noch “JobCard” und war Teil der Hartz-Reformen.
- Wer hat ELENA beschlossen? Exakt: Rot-Schwarz.
- Ein Regierungsmitglied ist noch für ELENA. Wer ist es? Genau: Zensursula von der Leyen.









