Da prangt es schmerzhaft in des Ästheten Auge, diesmal vom Titel des aktuellen Weltbildkatalogs:

Und der Ästhet denkt bei sich: “Aktuellst? Aktueller als aktuell? Was soll das sein? Ein kleiner Schreibfehler, kann im Stress passieren.” Es sollte nicht passieren, denn wer mit Duden handelt, sitzt gewissermaßen im orthografischen Glashaus. Bei Weltbild machen die das aber mit Absicht: Im Text zum aktuellen Duden behaupten sie auch, dieser beinhalte
Die aktuellsten Regeln der deutschen Rechtschreibung
und natürlich auch das:
Warum eigentlich nur “aktuellst” und nicht “günstigst”? Konsequent super-superlativisch wäre, wenn es so weiterginge:
Ob Worttrennung, Aussprache, Grammatik oder korrekteste Schreibweise: Dieses umfassendste Standardwerk informiert. Leichtest verständich*, übersichtlichst und mit zahlreichsten praxisnächsten Beispielen.
Wenn schon, denn schon.
* “verständich” habe ich auch abgeschrieben.




