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Annaberg-Buchholz: Der Leichtsinn geht weiter

4. November 2009 · Kommentar schreiben

In Annaberg-Buchholz war am Montagmorgen eine Fünfjährige auf der Toilette einer Kindertagesstätte missbraucht worden. Unglaublich: Der Kindergarten teilt sich die Sanitäreinrichtungen mit den Mitarbeitern, Kunden und Besuchern verschiedener Unternehmen im selben Gebäude. Die Stadt Annaberg-Buchholz ergreift nun Maßnahmen. Nicht, dass sie die Richtlinien anstrebt, die für Kindergärten gelten, nein

Die Stadt setzte fest, dass die Kinder von nun an auf die Toilette begleitet werden.

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Auszug aus den Richtlinien für Sanitäreinrichtungen in sächsischen Kindergärten:

4.3 Die Sanitärbereiche sollen wie folgt ausgestattet werden:

4.3.2 für Kindergartenkinder:

a) Handwaschbecken und Kindertoiletten in ausreichender Anzahl und in angemessener Höhe (Richtwert: ein Handwaschbecken für jeweils sechs Kinder und ein Toilettenbecken für jeweils neun Kinder),

b) Schamwände zwischen den Toilettenbecken oder Toilettenkabinen (ohne Türverriegelung),

c) eine Dusche (nach Möglichkeit).

Quelle: Kita-Bildungsserver Sachsen

Update: Vom Täter fehlt bislang jede Spur. Sollte er gefasst, auf Bewährung verurteilt oder später auf Bewährung entlassen werden, kann es sein, dass er wieder dort aufs Klo geht. Im Gebäude Dresdner Str. 22 in Annaberg-Buchholz befindet sich nämlich auch die Bewährungshilfe, wie die „Freie Presse“ schreibt.

Kategorien: Bildung · Deutschland · Kinder · Kriminalität · Nachrichten · Sachsen
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