Monatsarchiv: März 2009

Die Abwrackprämienwebseite

Wenn man sich überlegt, dass diese Bundesregierung das Internet unter Kontrolle kriegen will, kann einem nur das Grauen kommen. Da muss man noch nicht einmal die Abwrackprämie wollen.

abwrackpramie1

Das System zur Online-Beantragung ist nach dem Start am Montag wegen der großen Nachfrage zusammengebrochen. Die von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) angegebene Internet-Seite ist nicht erreichbar.

via SPON.

Statt dessen liest man:

Leider konnte Ihre Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht bearbeitet werden. Bitte versuchen Sie es in ca. drei Minuten erneut.

Nach drei Minuten liest man: Dasselbe.

Tolle Aussichten.

Ab sofort…

…gibt es hier keine Nachrichten mehr von der Leipziger Volkszeitung, die bis eben zu meinen Quellen gehörte. Bis eben, denn ich habe den RSS-Feed der wichtigsten und einzigen Leipziger Tageszeitung gerade aus meinen Newsreader geworfen.

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Ordnung muss sein

Post vom Vermieter muss man ernst nehmen. Besonders, wenn einem so wichtige Dinge mitgeteilt werden, die zum Bestandteil des Mietvertrags werden: Weiterlesen

Strauchelpferdgrammatik

Eine Journalistenweisheit besagt: Mit Kindern und Tieren kann nichts passieren. Kann es doch, wenn z. B. das Pferd die Pressemitteilung verfasst oder zumindest geistiger Pate ist, wie in diesem schönen Beispiel:

Es ist schnell passiert. Das Pferd strauchelt beim Ausritt. Glück im Unglück: Der Halter kann sich – so wie vielfach geübt -, mit einer gekonnten Judo-Rolle aus der Gefahrenzone manövrieren. Doch, oh Schreck, der treue Vierbeiner hat sich beim Sturz verletzt …

Doch es gibt etwas dagegen: Wenn der Tierarzt in den Stall kommt – Die Pferde OP und Pferdekranken Versicherung – Hilfe für den Ernstfall.

Hier wird Sprache zugeritten, im Wortsinn.

Mutiges, wenn auch spätes Bekenntnis

Holger Rupprecht, SPD-Bildungsminister in Brandenburg, zu DDR-Zeiten Sportlehrer, auf die Frage einer Schülerin, wie das zusammenpasst:

„Sie dürfen mir glauben, dass ich meine Vergangenheit äußerst selbstkritisch betrachte und heute zu meiner Entschuldigung sagen muss, dass ich einfach feige war.“

Wenn doch nur mehr Politiker diesen Mut aufbrächten! Und noch besser, wenn nicht nur Politiker diesen Mut aufbrächten, und nicht nur, wenn sie auf solche Brüche gestoßen werden! Der Umgang mit der DDR-Vergangenheit wäre leichter und die Glorifizierung, die vor allem aus Unkenntnis erwächst, wäre weniger verbreitet.

Wenn. Aber die Mehrheit war feige und ist feige.

via DDR-Vergangenheit eines Ministers: „Ich war einfach feige“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – SchulSPIEGEL.

Endlich: Bundesregierung verbietet Internet

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

wie Sie den Medien sicher entnommen haben, passieren im Internet ganz schlimme Dinge. Die einen spielen Gewaltspiele und laufen dann Amok, die anderen gucken sich Schweinkram an und werden davon süchtig oder beides. Sogar Bombenbauanleitungen sollen im Internet zu finden sein. Liebe Bürgerinnen und Bürger, wer braucht denn so etwas? Weiterlesen