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Man spricht deutsch. Jetzt.

2. Dezember 2008 · 1 Kommentar

Was sich die saarländische CDU gedacht hat, als sie auf dem CDU-Parteitag beantragt hat, das gute deutsche Grundgesetz in Artikel 22 zu erweitern um

“Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch”.

leuchtet nicht auf den ersten Blick ein. Auf den zweiten und dritten Blick auch nicht, aber wohl dem Land, das keine anderen Sorgen hat! Wehe allerdings dem Land, dessen politische Elite allein keine anderen Sorgen hat! Wovor fürchten die sich eigentlich? Dass Özdemir dereinst, wenn die SPD mal wieder die Koalition verwechselt, Außenminister wird? Der spricht besser als weiland Kinkel. Und welches Deutsch meinen die eigentlich? Hochdeutsch? Dialekt? Neudeutsch? Man kann darauf verweisen, dass andere Länder andere Sitten, andere Sprachen und auch andere Verfassungen haben, in denen die Landessprache oder die Landessprachen festgehalten sind. Dem muss man allerdings entgegenhalten, dass es ein Unterschied ist, ob etwas in einer Verfassung steht oder ob es extra hineingeschrieben wird. Und noch vieles mehr wäre dem entgegenzuhalten. Vor allem: Tut das wirklich Not?

Die Kanzlerin hat auch ihre Nöte mit dem Deutschen:

“Ich persönlich finde es nicht gut, alles ins Grundgesetz zu schreiben. Wir haben jetzt Anträge auf Kultur, auf Sport, auf die Frage der Familien, auf die deutsche Sprache jetzt, und wir müssen aufpassen, dass das jetzt nicht inflationiert.”

Dass das Jetzt nicht inflationiert, darauf muss die Kanzlerin besonders aufpassen. Jetzt erst recht!

via Grundgesetz-Vorstoß: Merkel bedauert CDU-Beschluss zu deutscher Sprache – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

Kategorien: CDU · Deutschland · Grammatik · Nachrichten · Sprachintensivstation
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