Es gibt Dinge, die glaubt man einfach nicht. Zum Beispiel, wenn ein Kindergarten ernsthaft überlegt, von den Eltern bzw. Abholberechtigten die Fingerabdrücke zu sammeln und beim Abholen einzuscannen.
Damit solle zum einen gewährleistet werden, dass kein Unbefugter die Kinder abholt. “Doch vor allem geht es uns darum, den nachmittaglichen Ablauf beim Abholen zu erleichtern.”
Das sagt die AbwehrchefinLeiterin des Evangelischen Kindergartens “Zion” in der Griebnowstraße in Berlin-Mitte. Was ist da los an einem Nachmittag? Das Problem, das man zu lösen sucht, ist folgendes:
Bei 85 Kindern sei es schwierig, den Überblick zu behalten, welche Eltern ihr Kind am Nachmittag schon mitgenommen haben. “Es ist bislang immer mal wieder vorgekommen, dass ein Kind einfach allein nach Hause gegangen oder weggelaufen ist aus der Kita. Durch die Datenerfassung haben wir die Möglichkeit sehr schnell zu sehen, ob das Kind bereits abgeholt wurde, oder ob wir es suchen müssen.”
Und dagegen hilft der Fingerabdruckscanner? Sind die denn von allen guten Geistern verlassen im evangelischen Kindergarten “Zion”? Und warum so halbe Sachen? Noch besser wäre ein genetischer Fingerabdruck. Kurze Speichelprobe beim Kindabholen, und die Sache ist geritzt. Da kriegt man gleich mit heraus, ob die Eltern wirklich die Eltern sind. Immerhin ist es ein evangelischer Kindergarten. Und das Unglaubliche ist: Sie überlegen nicht erst, sie tun es schon.
Quelle: Tagesspiegel
via: Metronaut
Eine gute Idee – dem Kind gleich einen Chip implantieren – hat man auch da.



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