Stockholm, eine Lidl-Filiale: Irgendwen hat es gestört, dass sich Obdachlose an den weggeworfenen Lebensmitteln aus dem Müll bedienen. Deshalb wurden sie mit Reinigungsmitteln übergossen. Auf den Mülltonnen wurde ein Warnhinweis angebracht, der aber nicht abschreckend genug war, denn es verschwanden trotzdem Lebensmittel aus der Tonne. Man darf davon ausgehen, dass die Hinweise nur in schwedischer Sprache abgefasst waren. Im Gegensatz zu den viel wichtigeren Hinweisschildern an den Markteingängen, dass Überfälle zwecklos sind, weil der Tresor nicht zugänglich ist. Die schwedische Lidl-Spitze behauptet, das Verfahren sei nie angewiesen oder empfohlen worden. Es muss sich also um ein für Lidl eher unbekanntes oder, besser gesagt, bei Lidl eher unerwünschtes Phänomen handeln: Eigeninitiative der Mitarbeiter. Es ist kaum zu glauben, dass in einem Unternehmen, das Betriebsräte systematisch verhindert, das Angestellte und Kunden peinlich überwachen ließ oder menstruierende Mitarbeiterinnen mit Stirnband versah, damit sie während der Tage auch mal extra auf’s Klo können, diese Lebensmittelvergiftung unbemerkt und ungeduldet geblieben sein soll.
Aber kaum zu glauben ist es sowieso.
Siehe auch (schwedisch): Reflexion, Hyena
Quellen: SpOn, Aftonbladet



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