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Fashion-Victim: Berliner Zivilbeamter in “Thor Steinar”-Kluft im Einsatz

14. November 2008 · 2 Kommentare

Es gibt so Sachen, da weiß man nicht, was man davon halten soll. Der Autor dieses Blogs würde zum Beispiel niemals das Wort “Bulle” unnötig im Munde oder seinem Blog führen. Alle Witze über Polizisten auf einmal fallen ihm aber ein, wenn er darüber nachdenkt:

Ein Polizist im Zivileinsatz trug am 9. November bei einer Demonstration zum 70. Jahrestag der Novemberprogrome in Berlin eine Thor-Steinar-Jacke. Das erregte einige der radikaleren Demonstranten, die den Beamten sofort als vermeintlichen Neonazi identifizierten. Da die radikaleren Demonstranten auch nicht allzuviel in der Birne hatten, griff einer, von anderen sekundiert, den Zivilpolizisten an. Er musste von Kollegen in Sicherheit gebracht werden. Jetzt muss er auch noch ein Disziplinarverfahren “wegen des Verdachts der Schädigung des Ansehens der Polizei in der Öffentlichkeit” über sich ergehen lassen.

Der 29-Jährige behauptet, von der Bedeutung des “Thor Steinar”-Logos nichts gewusst zu haben.

Und das ist der Moment, wo es raus muss: Hat dieser Superbulle wie der Ochs vorm neuen “Thor Steinar”-Laden gestanden und nicht darüber nachgedacht, was das für Kunden sind, die da ein und aus gehen? Alles Torleute, Steinsammler und andere Fashion-Victims? Müssen Polizisten nicht Zeitung lesen? Oder wenigstens das Diensttagebuch? Im Einsatzbereich des vermeintlichen Ahnungslosen liegt ein einschlägiges Geschäft, das schon mehrfach Ziel linker Anschläge geworden war. Und billig sind die Sachen ja auch nicht unbedingt. Sonst hätte das Argument der geringen Besoldung gegriffen. So greift nur das der geringen politischen Bildung. Und der Polizeipräsident ist sauer. Und erwägt, die fehlende politische Bildung nachzuholen.

via Glietsch kritisiert Zivilbeamten in «Thor Steinar»-Kleidung

Siehe auch: Tagesspiegel

Kategorien: Berlin · Lifestyle · Marke · Nachrichten · Polizei
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2 Antworten bis hierher ↓

  • Dr. No // 15. November 2008 um 7:54 | Antworten

    Ich neige ja nicht zu Verschwörungstheorien. Aber wenn ein Zivilbeamter zu einer -wenn ich es richtig aufgefasst habe – antifaschistisch geprägten Demonstration im “Thor Steinar”-Outfit erscheint, fragt man sich schon, ob er nicht als Agent provocateur fungieren sollte.

    Ich mag lieber glauben, dass der Mann wirklich so ungebildet ist – gruselig sind indes beide Erklärungsansätze…

  • carluv // 16. November 2008 um 10:17 | Antworten

    Ich halte mich auch lieber an die amtliche Version.

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