Diese Hand ist eine öffentliche Hand, nämlich die rechte von Oskar Lafontaine. Diese Hand war schon einmal auf Stern.de öffentlich, Gesine Schwan abweisend, was also durchaus noch im Rahmen der FDGO ist. Jetzt ist diese öffentliche Hand noch einmal in Anspruch genommen worden, als symbolische Hand, um den Lesern des nicht allzu anspruchsvollen Mediums Express zu veranschaulichen, wie ein ägyptischer Lehrer einen Schüler totgeprügelt hat. Ein bedauerlicher Vorgang, der nichts mit dem ägyptischen Alltag zu tun hat, wie der Artikel dem unbedarften Leser suggerieren könnte, und erst recht nichts mit Oskar Lafontaine. Außer, dass ein expressiver Bildreporter die lafontainesche Hand zweitverwertet hat. Vielleicht hat er gedacht. Vielleicht, z. B.: “Merkt doch keiner!” Denkste! Merkt doch einer! Dort hat man sich gesagt: “Hab ich den nich schomma jesehen? Warte mal, ich komm noch drauf. Genau, ich weiß et wieder!” und der da hat es gleich weitererzählt. Und wenn es nicht so ein trauriger Anlass wäre, wäre es richtig lustig.
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Dem Spiegel und dem Stern gehen mehr und mehr die Leser aus. Es reicht aber scheinbar auch nicht zu einer simplen Gazette. Hier haben wir das Ergebnis.
Allerdings weiss ich aus Erfahrung, dass sich die hohen Damen und Herren in diesen Redaktionen und bei den Abend-Talkshows – vor allem in den öffentlich rechtlichen – für weiss Gott was halten.
Die sind vor lauter Ego und eigener Wichtigkeit nur noch durch das einstudierte Grinsen in den Sendungen als normale Menschen zu erkennen.
Pressefreiheit ist Opium für das Kapital.