Ein sommerliches Thema greift Focus.de auf: Die Flugangst. Eine halbe Milliarde Menschen soll darunter leiden. Schon der Titel klingt wie ein Zitat aus der Apotheken-Rundschau:
(Keine) Angst vorm Fliegen
Nicht für jeden Passagier wird der Flug in den Urlaub zum Vergnügen. Drei Prozent der Deutschen leiden unter Flugangst. Und sogar jeder zwölfte Passagier fühlt sich unsicher.
Und nach Reinhard Mey, Autorität für alles über den Wolken, wird auch prompt die Apothekenrundschau zitiert.
Schwindel, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Übelkeit verursachen vor allem Turbulenzen während des Fluges, die Angst vor einem Absturz und die Höhe.
Wer hätte das gedacht. Aber auch beim Stress gibt es eine Hierarchie, wie uns Focus.de erklärt:
Vorrangige Stresssituationen stellen erfahrungsgemäß der Start und die Landung dar.
Dieser Satz löst schon ebenerdig gelesen Schwindel aus. Unerwähnt bleiben die Risikofaktoren betrunkene Britinnen und unerwartete Ausblicke. Focus ist zwar nicht die Apotheken-Rundschau, aber wäre auch nicht Focus, wenn nicht gleich nach der Nachricht der Rat stünde: Man kann etwas dagegen tun. Fluggesellschaften bieten nicht ganz uneigennützig Seminare gegen Flugangst an. Das hat zwar nichts mit der Urlaubsreise zu tun, aber sonst hätte den Artikel keiner gelesen. Ganz aktuell: So kann man auch die Zeit nutzen, wenn das Flugpersonal streikt.
Dieses Weblog wäre nicht dieses Weblog, wenn es nicht noch einen zusätzlichen Rat hätte, den Sie in keiner Zeitung finden: Lesen Sie auf keinen Fall vor oder während eines Flugs Zeitschriften, die von Flugangst, betrunkenen Britinnen oder Löchern im Flugzeugrumpf berichten!


