Viel Lärmfähigkeit und wenig politisches Gespür in einer älter und ärmer werdenden Gesellschaft hatte unlängst der RCDS-Chef, CDU-Bundesvorstand und Möchtegernwahlrechtsreformer Gottfried Ludewig bewiesen. Oder sollte man besser von Möchtegernwahlrechtsdeformierer sprechen? Jetzt laufen ihm die Getreuen weg.
Der RCDS Bonn fordert Ludewigs Rücktritt,
Der Vorstand des RCDS Bonn hat sich nach eingehender Beratung und reiflicher Überlegung entschlossen, sich nicht nur von der Forderung des RCDS Bundesvorsitzenden, Gottfried Ludewig, nach einem doppelten Wahlrecht für Leistungsträger zu distanzieren, sondern auch dessen Rücktritt zu fordern.
Eigentlich schade. Vor allem für die, die den RCDS nicht mögen. So übergibt der konservative Studentenverband seinen Chef der verdienten politischen Versenkung und sichert sich ein Weiterleben.
Eine saarländische CDU-Parlamentarierin forderte, was der Spiegelfechter, gegen-hartz.de und einige Kommentatoren verschiedenster Blogbeiträge schon verlangt hatten: Den Rücktritt des zu Recht nicht nur bei Anne Will verlachten. Derlei Forderungen sind bekanntlich ansteckend, und bald wird der Mann mit den putzigen Vorschlägen sich aus persönlichen Gründen freiwillig von seinen Ämtern zurückziehen. Wenn er ein bisschen politisches Gespür hat.



2 Antworten bis hierher ↓
fellow passenger // 27. Mai 2008 um 8:55 |
Auch wenn ich mit einem Rücktritt einstweilen noch nicht rechne, scheint die Sache, trotz der etwas schläfrigen Berichterstattung der konventionellen Presse, langsam etwas Fahrt aufzunehmen.
carluv // 29. Mai 2008 um 11:56 |
War ja nur ein Ratschlag. Die CDA Berlin ist jetzt auch dabei.