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Frauen wählen die Hälfte

25. Mai 2008 · 6 Kommentare

Wenn es nach dem Vorsitzenden des RCDS, Gottfried Ludewig (CDU), ginge, hätten Frauen bald nur noch halb so viel zu sagen wie bisher. Jedenfalls, sobald sie älter als 62 oder nicht berufstätig sind. Männer dürften fünf Jahre länger wählen, solange sie dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Der 25jährige hatte eine Idee und konnte sie nicht für sich behalten. So berichtet n-tv von einem “originellen Vorschlag“:

“Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein.” Allein mit “Hartz IV-Beziehern und Rentnern” könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht funktionieren.

Originell ist hier wohl im Sinne von “putzig” zu verstehen. Herr Ludewig, den ich vorher nicht kannte, versandte an alle CDU-Verbände eine E-Mail und wollte

mit dem Papier eine Diskussion darüber in Gang setzen wollen, wie die Leistungsträger zu stärken seien.

Mit Herrn Ludewig, den ich nun auch gar nicht weiter kennenzulernen wünsche, wollte niemand diskutieren. Er sollte aufpassen, dass durch derlei vorlaute Äußerungen der Studentenverband (Eigenwerbung: ProjektZukunft.”), dem er vorsteht, nicht mit ihm völlig ins politische Abseits (”ProjektVonGestern.”) gerät. Ob er schon mal Art. 3 GG gelesen hat?

Den Spott gibt es gratis.

(Da gefunden.)

P. S. Jetzt lese ich gerade: Der junge Mann ist CDU-Bundesvorstandsmitglied.

Kategorien: CDU · Nachrichten
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